Runder Tisch darüber, was Vermögensinhaber für den Einsatz von Übergangskapital benötigen
Am 22. Juni, im Rahmen der Londoner Klimaschutzwoche, veranstalteten wir mit Unterstützung von Natixis Investment Managers und NatureAlpha einen Runden Tisch zum Thema Finanzierung des Übergangs zur Realwirtschaft. An der Veranstaltung nahmen Vermögensinhaber, Versicherer, Vermögensverwalter und Akteure des Ökosystems teil, um zu erörtern, was den Kapitaleinsatz in großem Umfang hemmt und welche Faktoren in den nächsten zwei bis drei Jahren angesichts eines fragmentierteren und risikobewussteren Marktumfelds den entscheidenden Unterschied machen könnten.
Die wichtigsten Erkenntnisse waren eindeutig. Die Herausforderung liegt nicht mehr im Ehrgeiz, sondern in der Umsetzbarkeit. Obwohl die Übergangsverpflichtungen gut etabliert sind, hoben die Teilnehmer eine anhaltende Diskrepanz zwischen Strategie und Investment-Grade-Anlagemöglichkeiten hervor, die den institutionellen Anforderungen entsprechen. Kapital fließt nicht im gewünschten Tempo, da viele Lösungen nach wie vor zu komplex, fragmentiert oder zu unbekannt sind, um sie in bestehende Mandate zu integrieren.
Es gab einen starken Ruf nach „unkomplizierten“ Lösungen: stabilen, vorhersehbaren und operativ einfachen Strukturen, die sich an der Allokation großer Kapitalpools orientieren. Verschiedene Akteure verwenden zwar dieselben Begriffe – Übergang, Resilienz, Anpassung, Natur –, jedoch mit unterschiedlichen Bedeutungen, was die Abstimmung von Prioritäten und die Entscheidungsfindung erschwert. Verschärft wird dies durch Inkonsistenzen in der Auslegung der Treuepflicht, wodurch Spannungen zwischen kurzfristigen Leistungszwängen und langfristigen Übergangsrisiken und -chancen entstehen.
Die Teilnehmer betonten die Notwendigkeit, den Übergang nicht länger als separate Anlagekategorie zu betrachten. Ein ganzheitlicher Portfolioansatz, der Klima und Natur in alle Anlageklassen und Risiko-Rendite-Rahmen einbezieht, wurde als unerlässlich angesehen. Gleichzeitig bestehen weiterhin Lücken in der Transparenz der Projektpipeline und der Produktgestaltung. Chancen in Bereichen wie Anpassung, Wasser und schwer zu reduzierenden Sektoren sind zwar häufig vorhanden, werden aber nicht klar identifiziert, strukturiert oder so skaliert, dass sie investierbar sind.
Die Diskussion unterstreicht die Notwendigkeit klarerer Strukturen, gemeinsamer Definitionen und einer engeren Zusammenarbeit zwischen öffentlichen und privaten Akteuren, um die Transformationsambitionen in kurzfristige Kapitalbereitstellung umzusetzen.