Am 24. Juni 2026 rief Building Bridges den Climate Adaptation Activation Circle mit seinem ersten Präsenztreffen ins Leben, das von Pictet ausgerichtet wurde. Die Veranstaltung brachte Vertreter von Universal-Immobilieneigentümern, Versicherern, Vermögensverwaltern und Fachexperten zusammen, um investierbare Möglichkeiten zur Klimaanpassung und Resilienz zu identifizieren und einen kontinuierlicheren, handlungsorientierten Ansatz zum Brückenschlag zwischen führenden Konferenzen zu etablieren.

Die Diskussion fand vor dem Hintergrund steigender physischer Klimarisiken, zunehmenden Versicherungsdrucks und der wachsenden Erkenntnis statt, dass Anpassungsmaßnahmen die zukünftige Kapitalallokation prägen werden. Die Teilnehmer betonten, dass Klimaresilienz ein attraktives Investitionsthema mit vielfältigen Möglichkeiten darstellt, die von Energieinfrastruktur über Wassersysteme und Ernährung bis hin zu Risikoanalysen und Versicherungen reichen. Die Herausforderung besteht darin, dies in gezielte, kurzfristige Investitionen umzusetzen.

Investoren betonten die Notwendigkeit, bestimmte Sektoren und Zeithorizonte zu priorisieren, in denen sich Klimaauswirkungen bereits auf die Performance auswirken und Lösungen skalierbar sind. Ein wiederkehrendes Problem ist die Bewertung von Resilienz innerhalb von Portfolios. Anpassung wird oft als vermiedener Verlust dargestellt, was ihre Bewertung und Integration in Investitionsentscheidungen erschwert. Gleichzeitig zeigten Beispiele einiger Teilnehmer, dass Anpassungslösungen Investitionsmöglichkeiten darstellen , die den Ertrag steigern, die Anlagenperformance verbessern und die Volatilität reduzieren.

Die Ausweitung von Investitionen erfordert eine engere Koordinierung zwischen Versicherungswesen, Politik und Kapitalmärkten. Risikopools, regulatorische Unterstützung und gemischte Finanzierungsstrukturen existieren zwar, sind aber in den verschiedenen Rechtsordnungen noch nicht einheitlich. Die Teilnehmer betonten, wie wichtig es sei, bestehende Instrumente effektiver zu nutzen und sich auf klarere Definitionen von Anpassung und Resilienz zu einigen.

Die Diskussion verdeutlichte die Notwendigkeit, Kapital sowohl für technologiebasierte Lösungen als auch für physische Infrastruktur zu mobilisieren, und dass für anlagenintensive Investitionen wie Energienetze, Wasserversorgungssysteme und Hochwasserschutz deutlich höhere Kapitalflüsse erforderlich sind. Dies wird von klareren politischen Signalen, Risikoteilungsmodellen und einer stärkeren Abstimmung auf die Bedürfnisse der Investoren abhängen.

Dieses erste Präsenztreffen legt den Grundstein für den „Asset Owner Climate Adaptation Activation Circle“ als fortlaufende Plattform für Koordination und Austausch. Der nächste Austausch findet im Rahmen von „ Building Bridges 2026“.