Im Rahmen der Climate Week Zurich veranstalteten wir mit Stolz gemeinsam mit der Zurich Insurance Group einen hochrangigen Runden Tisch, an dem Vertreter aus Politik, Finanzwesen, internationalen Organisationen und der Industrie teilnahmen. Im Mittelpunkt der Diskussion standen drei Fragen: Wie entwickelt sich die Definition von Resilienz? Welche Fortschritte wurden bei der Finanzierung von Resilienz erzielt? Und was ist nötig, um von der Diagnose zum Handeln zu gelangen?.

Resilienz umfasst mehr als nur den Klimaschutz

Die Teilnehmenden betonten, dass Resilienz nicht mehr allein auf die Anpassung an den Klimawandel beschränkt ist. Zwar bleiben die Auswirkungen des Klimawandels zentral, doch wird Resilienz zunehmend von Energiesicherheit und -bezahlbarkeit, geopolitischer Fragmentierung, Verteidigungserwägungen, Schuldenbeschränkungen, Unterbrechungen der Lieferketten und Wasserknappheit geprägt. Da Klimarisiken nicht an Grenzen haltmachen und somit die Notwendigkeit internationaler Koordination unterstreichen, wurde auch die Bedeutung lokaler, gemeinschaftlicher Lösungsansätze hervorgehoben. 

Finanzielle Resilienz: Fortschritte und verbleibende Hindernisse

Die Teilnehmenden stellten in den letzten zehn Jahren deutliche Fortschritte fest. Finanzierungsmechanismen im Bereich Klima und Resilienz sind komplexer und umfassender geworden, und Diskussionen dieser Art wären vor zehn Jahren nicht möglich gewesen. Die Energiesicherheit spielte eine zentrale Rolle. Da ein Großteil der globalen Energie importiert wird, bleiben die Schwachstellen in den Lieferketten, insbesondere in Teilen Asiens, weiterhin akut. Das Verhältnis zwischen Klimaschutz und Anpassung verschiebt sich, wobei der Anpassung zunehmend Bedeutung zukommt, während der Klimaschutz weiterhin unerlässlich ist.

Von der Risikowahrnehmung zum Handeln

Trotz eines allgemeinen Rückgangs des Multilateralismus hat die internationale Übernahme von Offenlegungsstandards rasche Fortschritte gemacht. Regulierungsbehörden reagieren nicht nur auf Umweltbedenken, sondern auch, weil physische Risiken und Risiken entlang der Wertschöpfungskette grundlegende Herausforderungen für die Marktinfrastruktur darstellen. Fähigkeiten und Instrumente verbessern sich kontinuierlich, darunter Datenanalyse, Szenarioanalyse, Offenlegung, Geodatenanalyse und neue Anwendungen künstlicher Intelligenz. Diese Instrumente helfen Organisationen, physische Risiken und Resilienz entlang der Wertschöpfungsketten besser zu verstehen. Insgesamt unterstrich die Diskussion, dass Resilienz sich von einem technischen Nachhaltigkeitsthema zu einem zentralen strategischen Anliegen entwickelt, das branchenübergreifende Zusammenarbeit und praktische Wege von der Analyse zur Umsetzung erfordert.

Die Veranstaltung bot auch Celeste Saulo, Generalsekretärin der WMO, die Gelegenheit, die WMO Weather, Climate and Water Intelligence Commons

Über die Klimawoche Zürich 2026

Die erste Climate Week Zürich fand vom 4. bis 9. Mai 2026 statt und bot über 250 Veranstaltungen in der ganzen Stadt mit mehr als 10.000 Teilnehmenden. Mehr Informationen finden Sie unter www.climateweekzurich.org