Am 10. Oktober 2024 veranstalteten wir im Vorfeld der Building Bridges 2024. Die Sitzung mit dem Titel Impact Lens Investing – Investoren gewinnen?zog sowohl Mainstream- als auch Impact-Investoren an, die erfahren wollten, wie ihr Kapital Lösungen in den Bereichen nachhaltige Landwirtschaft, erneuerbare Energien und Kreislaufwirtschaft voranbringen kann. Karen Hitschke, CEO von Building Bridges, eröffnete die Veranstaltung und betonte die Bedeutung wirkungsorientierter Finanzierung bei der Bewältigung globaler Herausforderungen wie Klimawandel und Ungleichheit. Kostis Tselenis, Managing Partner des Swiss Impact Office, moderierte die aufschlussreiche Diskussion mit vier einflussreichen Persönlichkeiten aus dem Bereich Impact Investing.

Klimaschutzmaßnahmen und ihre Auswirkungen im Fokus

Die Diskussion befasste sich eingehend damit, wie spezifische Anlageklassen die Ziele nachhaltiger Finanzen fördern. Jennifer Boscardin-Ching, Leiterin thematischer Aktienstrategien bei Pictet Asset Management, erläuterte die steigende Nachfrage nach klimabewussten Investitionen und wie die öffentlichen Märkte zu einer treibenden Kraft im Klimaschutz geworden sind. Guillaume Chapuis, Senior Investment Manager bei Lombard Odier, hob hervor, wie Private Equity im Kunststoffsektor Innovationen vorantreibt und skalierbare Unternehmen unterstützt, die sich mit der Reduzierung von CO₂-Emissionen und der Entwicklung von Lösungen für die Kreislaufwirtschaft befassen. Beide Referenten betonten, dass die Vereinbarkeit von finanzieller Rendite und Nachhaltigkeitszielen nicht nur möglich, sondern vom Markt zunehmend gefordert wird.

Wirkungsstrategien in Schwellenländern

Sandra Halilovic, Leiterin der H2R-Entwicklungsabteilung bei Acumen, und Krisztina Tora, Chief Market Development Officer bei GSG Impact, weiteten die Diskussion auf Schwellenländer aus und tauschten Erfahrungen zum Einsatz wirkungsorientierter Finanzierung aus. Sandra Halilovic präsentierte, wie Acumens Initiativen in Subsahara-Afrika den Zugang zu Energie durch Blended Finance verbessern – ein entscheidendes Instrument, um Milliarden in bedürftigen Regionen zu mobilisieren. Krisztina Tora betonte, dass der Aufbau finanzieller Ökosysteme und die Förderung der Zusammenarbeit zwischen Regierungen, NGOs und dem Privatsektor unerlässlich sind, um die Wirkung zu verstärken und drängende soziale und ökologische Herausforderungen anzugehen.

Wichtigste Erkenntnisse: Ein praktischer Leitfaden für Impact-Investoren

Die Sitzung schloss mit klaren, umsetzbaren Erkenntnissen für Mainstream-Investoren, die Impact-Strategien verfolgen möchten:

Wirkung bedeutet nicht geringere Rendite: Klimabewusste und themenorientierte Aktienstrategien erzielen wettbewerbsfähige Renditen und beweisen damit, dass Wirkung und Gewinn Hand in Hand gehen können.
Aktives Eigentum treibt den Wandel voran: Großaktionäre können mit Unternehmen zusammenarbeiten, um deren Nachhaltigkeitspraktiken zu verbessern und so dauerhaft positive Ergebnisse zu erzielen.
Blended Finance erschließt Schwellenländer: Durch den Einsatz von Blended Finance lassen sich große Kapitalmengen mobilisieren, um kritische Herausforderungen wie den Zugang zu Energie in unterversorgten Regionen anzugehen.
Zusammenarbeit schafft Wachstum: Sektorübergreifende Partnerschaften – zwischen Regierungen, NGOs und privaten Investoren – sind entscheidend, um systemische Wirkung zu erzielen und die finanzielle Reichweite zu vergrößern.

Es wurde deutlich, dass Impact Investing kein Nischenthema mehr ist, sondern sich mit seinen vielfältigen Ansätzen rasant zu einer tragenden Säule des Finanzsystems entwickelt. Von börsennotierten Aktien bis hin zu Private Equity und vom globalen Norden bis zum globalen Süden – diese Podiumsdiskussion verdeutlichte den Wandel im Bereich nachhaltiger Finanzen. Impact Investing prägt die Zukunft des Finanzwesens, indem es beweist, dass gezielt eingesetztes Kapital sowohl sinnvolle Ergebnisse als auch wettbewerbsfähige Renditen erzielen kann und Investoren so die Möglichkeit gibt, zu einer besseren, nachhaltigeren Welt beizutragen.

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