Auf der Konferenz „Building Bridges 2025“ stand die Geschlechterinklusion im Mittelpunkt. LeFil Consulting, veröffentlichte zwei wegweisende Publikationen die auf umfangreichen Daten der Gender Scaling Financing Facility und der Inclusive Impact-Linked Finance Facility basieren. Ziel dieser Initiativen ist es, das Denken von Sozialunternehmern und Investoren in Bezug auf Geschlecht grundlegend zu verändern: nicht als bloße Pflichterfüllung, sondern als Motor für Leistung und skalierbare Wirkung.

Wachstumspotenzial durch geschlechtersensibles Leistungsmanagement erschließen

Seit über einem Jahrzehnt unterstützt LeFil Sozialunternehmer*innen beim Ausbau ihrer Innovationen durch Zugang zu Kapital, technischem Know-how und Netzwerken. Doch branchen- und länderübergreifend zeigte sich immer wieder dasselbe Muster: Viele vielversprechende Projekte wurden durch „Genderblindheit“ – das Versäumnis, die Auswirkungen von Geschlechternormen und -vorurteilen auf Führung, Personalbeschaffung, Produktdesign und Kundenreichweite zu erkennen – ausgebremst.
 
Um zu testen, ob die Berücksichtigung dieser Aspekte das Geschäftswachstum ankurbeln kann, rief LeFil die Gender Scaling Financing Facility (GSFF). Diese integriert Genderaspekte in Strategie, Betrieb und Erfolgsmessung von 135 Sozialunternehmen in Lateinamerika.
 
Die Ergebnisse waren eindeutig:
– Der Jahresumsatz stieg um 35 %,
– die Nutzerreichweite wuchs jährlich um 68 %,
– der Anteil weiblicher Führungskräfte stieg jährlich um 18 % und
– die allgemeine Mitarbeiterzufriedenheit stieg jährlich um 20 %.
 
Jeder investierte Dollar generierte fast 43 Dollar zusätzlichen Umsatz. Dies beweist, dass Geschlechterinklusion nicht nur fair, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll ist. Die größten Erfolge wurden durch interne Veränderungen wie Führungs- und Einstellungspraktiken erzielt, die positiven Auswirkungen erstreckten sich aber auch auf Lieferketten und Kundenbindung.

Den vollständigen Bericht finden Sie hier. Erfahren Sie, wie Gender-Mainstreaming zu einer stärkeren Wirkung und besseren Unternehmensergebnissen führt.

Ein neuer Rahmen für inklusive Finanzen

Aufbauend auf diesem Erfolg hat LeFil die Inclusive Impact Linked Finance (ILF) Facility ins Leben gerufen: ein Finanzinstrument der nächsten Generation, das mit Unterstützung der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit entwickelt wurde. Das Modell soll die Finanzierung von Sozialunternehmern beschleunigen und deren Kosten senken, da diese oft Schwierigkeiten haben, über traditionelle, gewinnorientierte Mechanismen an bezahlbares Kapital zu gelangen.

Diese ILF-Fazilität stellt die Logik herkömmlicher Finanzierungsmodelle auf den Kopf: Je messbarer und umfassender die Wirkung eines Unternehmers ist, desto günstiger werden seine Finanzierungsbedingungen. Zentral für dieses Modell ist die Berücksichtigung der Geschlechtergerechtigkeit, um sicherzustellen, dass Wirkung und Chancen Hand in Hand gehen.

Wie Jessica Graf, Geschäftsführerin von LeFil, erklärte, ist Geschlechtergerechtigkeit „die wirkungsvollste Form der Inklusion – sie betrifft die Hälfte der Weltbevölkerung und durchdringt alle Sektoren“. Indem die Bedingungen von Finanztransaktionen unter Berücksichtigung der Geschlechtergerechtigkeit gestaltet werden, wird diese ILF-Fazilität von Natur aus relevant und branchenübergreifend übertragbar und bietet ein praktisches Instrument für den Aufbau gerechterer, schnellerer und inklusiverer Kapitalmärkte.

Lesen Sie hier den vollständigen Bericht „Impact-Linked Finance – From Intention to Results“ , um praktische Anleitungen, Erkenntnisse aus der Praxis und Schritt-für-Schritt-Tools zur Gestaltung und Implementierung effektiver ILF-Strukturen zu entdecken.

Die auf der Konferenz „Building Bridges 2025“ unterstreichen die wachsende Erkenntnis, dass Geschlechtergerechtigkeit kein bloßes Extra ist, sondern ein Hebel, der Märkte erweitert und die Wirkung vervielfacht. Mithilfe evidenzbasierter Business Cases und Rahmenwerke unterstützen LeFil und seine Partner die Finanzbranche dabei, über das bloße Bewusstsein hinauszugehen und konkrete Lösungen zu entwickeln, die inklusives Wachstum fördern. Im Zuge der Weiterentwicklung des nachhaltigen Finanzökosystems senden diese Modelle eine klare Botschaft: Der Abbau von Vorurteilen eröffnet Chancen – für Unternehmer, Investoren und die Gesellschaft insgesamt.